Umgangsregeln

Leitfaden für eine fruchtbringende Zusammenarbeit

1. Der Mensch als Mittelpunkt

Der einzelne Mensch, als vernunftbegabtes und liebenswertes Wesen stellt in seiner ganzen Vielschichtigkeit, seinen Bedürfnissen und seiner Widersprüchlichkeit als Selbst und Gegenüber den wichtigsten Bezugspunkt der Betrachtungen und Bemühungen dar.

2. Die Basis der Begegnung

Jede Form des Aufeinandertreffens von Individuen gründet sich auf dem steten und glaubwürdigen Bemühen, dem Gegenüber liebevoll, wohlwollend und aufrichtig mit Empathie, Respekt und Wertschätzung zu begegnen. Individuelle Eigenschaften, Anschauungen, Einsichten und Erfahrungen sind zu achten und beeinträchtigen andere nicht.

3. Der Prozess der Begegnung

Offenheit und Transparenz sind die bestimmenden Grundlagen für ein vertrauensvolles und gedeihliches Miteinander, wobei die Würde sowie das Recht auf Privatsphäre und Vertraulichkeit dadurch nicht berührt werden.

Alle Methoden der Meditation beruhen auf Ehrlichkeit seitens der Lehrenden und Freiwilligkeit seitens der Teilnehmer.

Die Teilnehmer sind im Sinne einer reifen Selbstbestimmtheit für ihre eigenen Entscheidungen und Handlungen und deren Konsequenzen vollumfänglich und allein verantwortlich.

4. Die Eigenschaften der Lehrenden

Auf Basis eines umfassenden, theoretischen Kenntnisstandes und ausgiebiger Praxiserfahrungen, und vor dem Hintergrund einer kritischen Selbsteinschätzung werden nur Methoden gelehrt, Praktiken ausgeführt und Wissen vermittelt, welches der sachbezogenen Eignung und Befähigung des/der Lehrenden zuzurechnen ist. Dabei bedingen die tatsächlichen Voraussetzungen der Teilnehmer das Maß und die Grenzen dieser Vermittlung.

5. Die Eigenschaften der Lernenden

Die Erkundung neuer Räume, das Erfahren unbekannter Bewusstseinsorte und das Erleben intensiver Gefühle erfordert Neugier, gegenseitiges Vertrauen und Integrität, Gewissenhaftigkeit, Beharrlichkeit und Geduld. Eine förderliche Entwicklung in meditativer Hinsicht beinhaltet, sich dem Neuen vorurteilslos zu öffnen, sich dem Unliebsamen nicht zu verschließen, das individuell Nutzbringende zu kultivieren, zwischen Schädlichem und Hilfreichem unterscheiden zu lernen und aktiv diese Erkenntnisse und Erfahrungen zu teilen.

6. Der Umgang mit Störungen

Auftretende Konflikte, Beeinträchtigungen oder Gefährdungen jedweder Qualität werden durch die verstärkte Achtsamkeit und Sorgfalt aller vom Grunde her vermieden bzw. frühestmöglich aufgefangen oder, falls bereits eingetreten, konstruktiv und einvernehmlich aufgearbeitet.